bad-sackingen.aufdemnetz.de http://bad-sackingen.aufdemnetz.de en-US http://blogs.law.harvard.edu/tech/rss socportals@mediacolo.com Fliegen und Corona: Fitness für Flugzeuge In der Corona-Krise ist der Flugverkehr stark zurückgegangen. Warum Lufthansa-Maschinen regelmäßig auch ohne Passagiere abheben und weshalb es für Piloten verboten ist, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2181789-fliegen-und-corona-fitness-fur-flugzeuge Wed, 15 2020 05:57:31 GMT http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2181789-fliegen-und-corona-fitness-fur-flugzeuge Elektromobilität und High-Speed-Train: Was Deutschland von China lernen kann “Bitte entschuldigen Sie die Verspätung. Leider können wir aus technischen Gründen nicht schneller fahren. Sie können sich im Bord-Restaurant ein Freigetränk abholen – ein alkoholfreies.” Es ist ein Sonntagabend im März. Ich sitze in der Bahn auf dem Weg von Heilbronn nach Berlin. Und es gibt so einige Probleme. Nicht nur, dass es einem absurd vorkommt, dass die Strecke von Heilbronn über Heidelberg, Mannheim, Frankfurt, Fulda, Göttingen, Erfurt, Leipzig und Wittenberg zickzack durchs ganze Land bis nach Berlin führt und sechseinhalb Stunden dauern soll.Nein, beim Umstieg von der Regionalbahn auf den ICE gibt es auch noch technische Probleme. Hunderte Passagiere frieren sich in Mannheim am Gleis bei eisigem Wind und gefühlten fünf Grad Celsius Hände und Füße ab, während die angekündigte Verspätungszeit immer weiter steigt von 10, auf 20 bis schließlich auf 45 Minuten. Und dann dauert die Fahrt am Ende insgesamt 2,5 Stunden länger als geplant. Denn endlich im warmen ICE angekommen heißt es, “Schnellfahren? Geht nicht.”Es ist eine Geschichte, wie sie so oder so ähnlich wohl schon jeder Deutsche erlebt hat, der ab und an mit der Bahn fährt.Deutschland fühlt sich im Fernverkehr manchmal wie ein Entwicklungsland an. Und auch die Straßen unserer Städte sind weiterhin vollgestopft mit stinkenden Benzinern und Dieselfahrzeugen. Doch warum ist das so?Ein Blick nach China zeigt, wie es besser läuft. Mit über 28 Prozent der weltweiten CO2-Emissionen im Jahr ist China zwar mit Abstand der größte Klimasünder der Welt – auf Platz 2 liegen die USA mit rund 16 Prozent,  Deutschland liegt mit rund 2,2 Prozent auf Platz 6. Dennoch könnte sich die Bundesrepublik eine Scheibe nachhaltige Mobilität von der Volksrepublik abschneiden.Elektromobilität ist Teil des chinesischen AlltagsChina hat im Grunde ähnliche Verkehrs-Probleme wie Deutschland. Die Luft ist dreckig, die Straßen sind verstopft. Doch es werden andere Mechanismen eingesetzt, um das Thema Verkehr und Mobilität nachhaltiger zu gestalten. Die Volksrepublik setzt vor allem auf Elektromobilität. Sei es im Bezug auf das eigene Auto, auf den Nahverkehr mit elektrifizierten Bussen und Bahnen oder mit E-Rollern – E-Mobilität ist fester Bestandteil des chinesischen Alltags. Natürlich sollte der Strom dafür bestenfalls auch grün sein. “Aber eines ist ganz klar: Im Vordergrund steht für China das Thema Umweltschutz und nicht das Thema Klimaschutz. Anders formuliert: Der große Treiber ist die Verbesserung der Luftqualität”, sagt Sandra Retzer im Gespräch mit der HuffPost. Sie ist Deutsche, lebt seit Jahren in China und arbeitet dort für für die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (Giz), um herauszufinden, was die Volksrepublik in Sachen Klimaschutz und Elektromobilität besser macht als Deutschland.Zahlen und Fakten zur Elektromobilität:Der Marktanteil von E-Fahrzeugen ist weltweit auf 2,4 Prozent der Neuzulassungen im Jahr 2018 gestiegen, wie das das Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach im Januar mitteilte.60 Prozent der weltweiten Nachfrage kommt der Studie zufolge aus China. Dort wurden 2018 eine Million Elektro-Autos und 202.000 elektrisch betriebene Nutzfahrzeuge verkauft – eine Steigerung von 62 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.Der Marktanteil liegt in der Volksrepublik jetzt bei 4,5 Prozent.Für 2019 wird ein Zuwachs auf 1,6 Millionen E-Fahrzeuge prognostiziert.Zum Vergleich: In den USA liegt der Marktanteil von Elektro-Autos bei 2,1 Prozent. In Deutschland erhöhte sich der Marktanteil von 1,6 auf 2 Prozent, in Norwegen ist fast jedes zweite neu zugelassene Auto ein elektrisches, in Schweden sind es 8,1 Prozent, in den Niederlanden 6,0 und in Großbritannien 2,5 Prozent.Die chinesische Regierung verfolgt seit Jahren einer ganz klare Agenda. “Made in China 2025” ist die Strategie der Volksrepublik, ganz bestimmte Industriezweige und Technologie zu entwickeln, voranzutreiben. Um die Luftqualität zu verbessern – aber auch, um den Weltmarkt zu erobern.China denkt breiter und größer als Deutschland – und setzt alles daran, bei Themen wie dem autonomen Fahren oder der Elektromobilität ein starker internationaler Player zu sein.Neue Technologien werden von den Chinesen schnell angenommen“Ein Beispiel: In Deutschland sind aktuell rund 186 reine E-Busse in Betrieb, was teilweise als Erfolg gefeiert wird. Im Vergleich: Die gesamte Busflotte der südchinesischen Stadt Shenzhen (16.000 Fahrzeuge) ist bereits heute komplett elektrisch unterwegs. Und das ist nur der Anfang”, erklärt Retzer.Ein weiterer großer Vorteil für Mobilitätsunternehmen ist die fortgeschrittene digitale Infrastruktur – und die hohe Akzeptanz neuer Technologien unter den Chinesen. So hat das World Economic Forum beispielsweise jüngst gefragt, wie Bürger autonomes Fahren akzeptieren würden. Das Ergebnis: 75 Prozent der chinesischen Konsumenten haben angegeben, sie würden sofort so ein Auto nutzen. In den USA waren es 53, in Deutschland sogar nur 42 Prozent.Neue Technologien werden schnell angenommen – und ein Produkt verschwindet eventuell auch wieder schnell, wenn es nicht profitabel war.So auch beim Thema Bike-Sharing. Die Nachfrage nach den Zweirädern wuchs in der Volksrepublik innerhalb kürzester Zeit rasant. “Es war wunderschön zu beobachten, wie plötzlich wieder richtig viele Chinesen auf dem Rad unterwegs waren – und es war grundsätzlich eine tolle Lösung für das Problem mit der letzten Meile”, sagt Retzer.Aber dann ist das Ganze aus dem Ruder gelaufen. Es waren viel zu viele Fahrräder, die einfach irgendwo hingeschmissen wurden.Die Chinesen fahren wieder mehr FahrradEs fehlte an expliziten Stellplätzen für die Räder. “Aber China packt solche Themen dann schnell an. Die Regierung hat unheimlich schnell darauf reagiert und eine verpflichtende Guideline für Städte herausgegeben, um das Chaos zu lösen”, sagt Retzer. Grundsätzlich hat der Radverkehr in der Volksrepublik in den letzten Jahren wieder stark an Bedeutung gewonnen. Im Jahr 1986 haben beispielsweise die Bürger Pekings noch 63 Prozent aller Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt, doch dann kauften sich immer mehr Chinesen Autos und der Nahverkehr entwickelte sich im Zuge der schnell wachsenden Metropolen, bis im Jahr 2012 in Peking nur 16 Prozent der Wege mit dem Rad zurückgelegt wurden.Doch seitdem das Bewusstsein der Chinesen für Luftverschmutzung gestiegen ist und sie keine Lust mehr haben, stundenlang im Stau zu stehen, erlebt das Zweirad eine kleine Revolution. Es gibt im gesamten Land inzwischen mehr als 100 verschiedenen Fahrradleihsysteme, Fahrrädewege werden ausgebaut – in Xiamen, einer 3,6 Millionen Einwohner Stadt im Südosten des Landes, wurde im Jahr 2017 der längste erhöhte Radschnellweg der Welt eingeweiht. Er ist 7,6 Kilometer lang.  Plattformen wie WeChat vereinen alle Mobilitäts-AngeboteDie Plattform WeChat ist ein weiteres Beispiel dafür, warum China den Turn Richtung nachhaltiger Mobilität schafft.Über die App sind nicht nur alle Mobilitätsangebote buchbar, sondern die Chinesen nutzen sie auch zum Kaufen von Kinotickets, dem Verwalten ihrer Strom- und Wasserrechnungen, als Lieferservice für Essen oder zum bargeldlosen Bezahlen – ein Großteil des Alltags vereint auf einer einzigen Plattform.Dass die chinesische Regierung die App überwacht, nehmen ihre Nutzer dabei in Kauf, sagt Retzer. “Auch ich als Ausländerin mache mir in China keine Gedanken darüber, dass WeChat im Grunde genommen eine offene Datenplattform ist. Dass das alles transparent ist, ist den Menschen bewusst und wird so akzeptiert.”Auch beim Nahverkehr investiert China viel – natürlich ist auch das alles elektrisch. Wie eine Bloomberg-Studie ergeben hat, sind zum Beispiel rund 380.000 E-Busse in der Volksrepublik unterwegs. Im Rest der Welt sind es zusammengenommen nur rund 5000 Stück.Doch zu dieser Wahrheit gehört auch, dass China andere Voraussetzungen hat als Deutschland und Europa, was Massenmobilität angeht. Zahlen und Fakten zum Schienenverkehr in China:Bis zum Jahr 2020 wird das Netz für Fernzüge mehr als 150.000 Kilometer umfassen.30.000 Kilometer davon werden Hochgeschwindigkeitsbahntrassen sein – 2008 ging die erste Strecke in Betrieb. Ende 2018 verband das High-Speed-Train-Netz Dutzende Städte im ganzen Land und beförderte mehr als 18 Milliarden Passgiere im Jahr.Für die 1.318 Kilometer lange Verbindung von Peking nach Shanghai beispielsweise benötigt der neueste Zug vier Stunden und 18 Minuten, für die 2.298 Kilometer von Peking nach Guangzhou acht Stunden und eine Minute.Auch der Ausbau des Nahverkehrsnetzes steigt seit Jahren stetig. 2013 umfasste das U-Bahnnetz laut dem China Statistical Yearbook 2366 Kilometer, 2017 waren es 5033 Kilometer. 2020 soll die Betriebsleistung des Stadtbahnnetzes auf mehr als 7.000 Kilometer steigen.Bis 2035 will China – nach eigenen Angaben – über das am besten entwickelte Schienennetz der Welt verfügen.“Die Chinesen haben erst vor 15 Jahren mit dem Thema angefangen und konnten daher aus den Fehlern, die anderorts gemacht wurden, sehr viel lernen. Das bedeutet auch, dass man die Bevölkerung nicht erst vom Auto weg bekommen muss, sondern sie sofort die neuen Dienst nutzen und kennen lernen”, sagt Don Dahlmann im Gespräch mit der HuffPost. Er beschäftigt sich als Autor und Journalist seit Jahren mit Themen wie der Zukunft der Mobilität, Smart Cities und Energie.Autofahren muss in Deutschland teurer und unattraktiver werdenEs gibt auch in Deutschland zahllose Angebote wie Carsharing, E-Roller, Ridesharing – aber nichts davon scheint richtig einzuschlagen. Journalist Dahlmann glaubt, dass viele dieser Angebote deswegen in Deutschland Startschwierigkeiten haben, weil niemand zunächst freiwillig auf sein privates Auto verzichten will.  “Hier müssen Staat und Kommunen mit Lenkungsabgaben (Anm. d. Red.: Steuern, die erhoben werden, um das Verhalten der Bürger in eine umweltfreundliche Richtung zu lenken) eingreifen. Wenn wir uns die chinesischen Städte anschauen, können wir davon vor allem lernen, dass die Politik konsequent auf E-Mobilität setzen muss.” Er leitet daraus radikale Forderungen ab.Autofahren müsse in Deutschland generell teurer werden, zum Beispiel indem der Mineralölsteuer-Anteil und Parkgebühren erhöht, attraktive Car- und Ridesharing-Angebote durchgesetzt, eine Pkw-Maut auf Autobahnen eingeführt werden. “Es gibt viele Möglichkeiten, sanft in eine Richtung zu schubsen”, sagt er.Der zweite Punkt ist: “Die Menge der Autos, die in einer Stadt fahren dürfen, muss begrenzt sein”, sagt Dahlmann. Auch in China – wer beispielsweise in Peking ein Kennzeichen für ein neues Auto beantragt, bekommt das nur über ein Lotterie-Verfahren. Und wer sich ein E-Auto kauft, hat deutlich höhere Chancen, an ein Kennzeichen zu kommen als mit einem Benziner. China setzt massiv auf erneuerbare Energien – doch nicht ausschließlichAll diese Entwicklungen und Chinas Mut, Dinge auszuprobieren, zeigen Wirkung. Retzer lebt seit Jahren in China und hat am eigenen Leib gespürt, wie sich die Luftqualität in den letzten Jahren verbessert hat.“Aber natürlich ist auch klar, dass es hierbei vor allem um lokale Luftverschmutzung geht und nicht um die großen Klimaschutzziele. Da gibt es noch viel zu tun – dessen ist sich die Volksrepublik bewusst”, sagt Retzer. Und klar ist auch: Großstädte wie Peking und Shanghai haben nach wie vor immens mit Smog zu kämpfen.Deshalb muss man sich das Gesamtbild anschauen. Ein großes Thema ist in China die Entwicklung des Energie-Mixes. Laut einem Report der Vereinten Nationen sind 45 Prozent der im Jahr 2017 weltweit geflossenen Investitionen von einer Höhe von 200 Milliarden US-Dollar in neue Solarzellen-Anlagen, Windkraft, Wasserkraftwerke und Biogasanlagen auf China zurückzuführen. Gleichzeitig legte ein Report des Institute for Energy Economics and Financial Analysis (IEEFA) im Januar offen, dass die Volksrepublik auch einen großen Teil des globalen Ausbaus von Kohlekraftwerken mitfinanziert. Noch verbrennt die Volksrepublik rund die Hälfte der weltweit eingesetzten Kohle. Und auch sonst läuft nicht alles rund. “Im Winter 2017 beispielsweise wurden alle alten Kohleöfen abgebaut, weil die Regierung ihre Anstrengungen zur Verbesserung der Luftqualität noch stärker durchsetzte. In Peking und Nordchina wurde Kohle durch Gas ersetzt – doch es kam zu Engpässen, die Umstellung lief nicht schnell genug. Und am Ende mussten viele Bürger in der eisigen Kälte ausharren.” Die chinesische Planwirtschaft fordert Opfer, gleichzeitig sorgt sie für Innovationen, die in Deutschland und Europa bislang kaum denkbar sind.“Wusstet ihr, dass Brüssel-Barcelona die gleiche Entfernung ist wie Peking-Shanghai? Aber der Zug ist zwei Mal langsamer und fünf Mal teurer in Europa, wo wir Flugzeuge Fernzügen vorziehen. Im Interesse des Klimas (und unserer Gesundheit) brauchen wir eine ehrgeizige Vision für die europäische Eisenbahn”, schrieb Paul Behrens Anfang März auf Twitter. Für einen besseren Fernverkehr braucht es keine Milliarden-Investitionen in neue InfrastrukturPaul Behrens ist Wissenschaftler an der Universität Leiden in den Niederlanden und beschäftigt sich mit Energie und Umweltveränderungen. Zugfahren in China ist schnell und günstig. Selbst eine Strecke wie von München nach Hamburg mit dem Auto zu fahren, das machen die Chinesen in der Regel nicht.Did you know, Brussels-Barcelona is the same distance as Beijing-Shanghai? But the train is ~2x slower and ~5x more expensive in Europe where we#39;ve chosen planes over long distance trains. For the climate#39;s sake (and our health) we need an ambitious vision for European rail... pic.twitter.com/4TpfVHjYME— Paul Behrens (@DrPaulBehrens) March 10, 2019In Deutschland und Europa ist Zugfahren vor allem: vergleichsweise teuer – und häufig unzuverlässig. Doch Strecken für den chinesischen High-Speed-Train wurden teilweise ohne Rücksicht auf Verluste gebaut. Das kann und darf in Deutschland oder Europa so nicht umgesetzt werden. Behrens hat dennoch einige Ideen, wie sich die EU an China ein Beispiel nehmen könnte. Dafür brauche es nicht unbedingt Milliarden von Euro für immer mehr Infrastruktur. Sondern vielmehr ein Blick darauf, was der Verbraucher für Entscheidungen bezüglich des mittel- und langfristigen Verkehrs zu bewältigen habe. “Der Verbraucher muss einfache, günstige Entscheidungen treffen können”, sagt Behrens.Helfen könnten EU-weite Plattformen, die dem Verbraucher alle Verbindungsoptionen auflisten – Bus, Bahn, Flugzeug. Wie viele andere Experten fordert er zudem auch eine Kerosinsteuer und stattdessen steuerfreie Zugtickets, um mehr Menschen vom Fliegen weg zu bekommen. Mehr zum Thema: Verkehr: In diesen Städten werdet ihr fürs Fahrradfahren bezahlt In unseren Städten findet längst eine Verkehrsrevolution statt – ohne dass wir davon etwas mitbekommen Wie ich mir fast ein E-Auto gekauft hätte ... Auch in Deutschland selbst brauche es nicht zwingend Massen an neuer Infrastruktur, um den Zugverkehr attraktiver zu gestalten, sagt Don Dahlmann. Ein Weg in die richtige Richtung könnte der Bundesverkehrswegeplan 2030 sein, den die Bundesregierung im Jahr 2015 vorgestellt hat. 41 Prozent der finanziellen Mittel sollen in die Bahn investiert werden.“Dennoch gibt es sicherlich einen Investitionsstau und auch eine Menge Missmanagement, vor allem vor dem Hintergrund der Digitalisierung”, sagt Dahlmann. Auch das Problem mit den ländlichen Regionen bleibt. “In den letzten Jahren wurden sehr viele Bahnstrecken stillgelegt, sprich in abgelegeneren Regionen werden die Menschen noch lange auf Autos angewiesen sein.”Aber das Grundsystem Bahn würde ja funktionieren, einige Strecken wurden ausgebaut, vor allem auch Schnellstrecken. “Aber die gibt es bislang vor allem auf der Nord-Süd-Achse und nicht auf der Ost-West-Achse. Die Bahn muss einiges angehen in den kommenden zehn Jahren.”Hoffentlich muss dann niemand mehr sonntagabends am Bahnsteig frieren, um auf den Ewigkeiten verspäteten ICE zu warten. (jkl) http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2181749-elektromobilitat-und-high-speed-train-was-deutschland-von-ch Sun, 24 2019 07:24:38 GMT http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2181749-elektromobilitat-und-high-speed-train-was-deutschland-von-ch "Peinlich, dumm, sexistisch": SPD-Frauen wollen Scheuers Fahrradhelm-Kampagne verhindern ► Die Fahrradhelm-Kampagne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) mit leicht bekleideten Models stößt auf heftige Kritik.► Vor allem SPD-Politikerinnen fühlen sich von der Werbeaktion abgestoßen - und fordern nun sogar ihren Stopp. “Es ist peinlich, dumm und sexistisch, wenn der Verkehrsminister seine Politik mit nackter Haut verkauft”, sagte die Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen, Maria Noichl, der “Bild am Sonntag”.► Frauen fühlten sich dadurch beleidigt. “Deshalb: Runter mit den Plakaten.” Diese sollen den Angaben zufolge ab Dienstag entlang von Straßen aufgestellt werden.Worum es genau in Scheuers Kampagne geht:Das Verkehrsministerium will mit der Kampagne, die auch Videos umfasst, vor allem junge Menschen zum Tragen eines Helms animieren.Sie trägt den Titel: “Looks like shit. But saves my life” - auf deutsch: “Sieht scheiße aus - aber rettet Leben.” Dabei ist unter anderem “Germany’s Next Topmodel”-Kandidatin Alicija.Wer die Kampagne noch kritisierte:Auch Familienministerin Franziska Giffey (SPD) findet die Aktion ihres Kabinettskollegen wenig amüsant. Auf Facebook postete sie ein Foto von sich und ihrem Fahrrad. Sie ist darauf vollständig bekleidet, trägt einen Helm und schreibt dazu: “Lieber Andreas Scheuer: MIT HELM GEHT AUCH ANGEZOGEN!”SPD-Fraktionsvize Katja Mast äußerte ähnliche Kritik: Zwar spreche die Kampagne das richtige Thema an, sagte sie der “Passauer Neuen Presse”.Doch sei die Umsetzung “peinlich, altbacken und sexistisch”. Halbnackte Frauen und Männer sollten nicht mit Steuergeldern auf Plakate gebannt werden.Mit Material von dpa.Anzeige http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2181747-peinlich-dumm-sexistisch-spd-frauen-wollen-scheuers-fahrradh Sun, 24 2019 09:04:11 GMT http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2181747-peinlich-dumm-sexistisch-spd-frauen-wollen-scheuers-fahrradh Zwischen CDU und AfD: Wie der rechtskonservative Graubereich an Einfluss gewinnt Schaut man sich die Umfragewerte der AfD auf Bundesebene an, so fällt auf, dass diese seit Monaten konstant im Bereich zwischen 13 und 16 Prozent liegen. Offenbar schadet der Partei ihre fortschreitende Radikalisierung nicht.Selbst Alexander Gaulands monströse „Vogelschiss“-Äußerung Anfang Juni, mit der er nach der Lesart vieler die Verbrechen des Dritten Reichs bagatellisierte, hat die Umfragewerte nicht in den Keller rauschen lassen.Allerdings soll nach Angaben des Magazins „Stern“ die parteiinterne Stellung von Gauland inzwischen gleichwohl geschwächt sein, auch aus Sorge, er könne mir solcher Rhetorik bürgerliche Wähler abschrecken.Das heißt allerdings nicht, dass eine AfD ohne Gauland zu einer moderaten Rechtspartei werden würde. Vielmehr deute, so der „Stern“ weiter, „viel auf einen radikalen Kurs mit bürgerlicher Rhetorik“ hin“. Die bürgerlichen Wähler spielen fraglos eine Schlüsselrolle für die AfD, will sie ihre Umfragewerte halten und weiter steigern.Auch wenn die Partei die Grenzen des Sagbaren längst weit ausgeweitet hat, wird ihr bewusst sein, dass sie sich eine weitere derartige Entgleisung wie Gaulands „Vogelschiss“-Spruch kaum wird leisten können.Graubereich zwischen dem rechten Rand und den UnionsparteienZu deutlich wurde diese nämlich auch in jenen Medien verurteilt, die im, sagen wir: Merkel-kritischen Milieu und damit auch unter Lesern im Graubereich zwischen dem rechten Rand der Unionsparteien und dem gemäßigten Flügel der AfD beliebt sind, wie etwa „Tichys Einblick“ oder die „Achse des Guten“.► Fragt man sich, warum die AfD trotz ihrer vielen dezidiert rechten Positionen überhaupt in bürgerlichen Milieus Fuß fassen konnte, so gilt es, sich genau diesem Graubereich zuzuwenden, der ganz entscheidend dazu beigetragen hat, jedenfalls bestimmte Haltungen der AfD als salonfähig erscheinen zu lassen.In den letzten Jahren, vor allem seit dem Auftreten von Thilo Sarrazin als Buchautor ist in Deutschland eben jenes Milieu entstanden, in dem eine Melange aus konservativen und rechten Haltungen vorhanden ist.In diesen Kreisen gehört es vielfach zum guten Ton, die „Junge Freiheit“ zu lesen, die selbst genau diese Mischung aufweist, oder das rechtslibertäre Blatt „eigentümlich frei“.Die “Junge Freiheit” gehört zum guten Ton, aber mit Höcke will man nichts zu tun habenMit Radikalen wie Höcke will man regelmäßig nichts zu tun haben, was aber nichts daran ändert, dass der Kompass für den grundsätzlichen Unterschied zwischen konservativen und rechtem Denken hier vielen längst verloren gegangen ist, so er überhaupt je vorhanden war.In diesen Zirkeln stößt man sowohl auf Merkel-kritische bzw. Merkel-ablehnende CDU-Wähler, aber auch auf AfD-Anhänger.Das liegt wesentlich daran, dass man sich jedenfalls in diversen gesellschaftspolitischen Vorstellungen ziemlich einig ist. Zu sehen ist das etwa bei der „Werteunion“, bei der es sich nach eigenen Angaben um einen „bundesweiten Zusammenschluss von Mitgliederinitiativen in der CDU und CSU“ handelt.Sie verfolgt das Ziel, „konservative und wirtschaftsliberale Kräfte innerhalb der Union stärker zu vernetzen“ und dazu beizutragen, dass sich insbesondere die CDU wieder auf ihren Markenkern besinnt“.Seit sie im April ein „Konservatives Manifest“ veröffentlichte, ist die „Werteunion“ auch einer größeren Öffentlichkeit bekannt.In diesem Manifest spricht sie sich unter anderem gegen „die staatliche Förderung der ideologisch motivierten sogenannten Genderforschung“ aus. Noch deutlicher wird sie in einem auf ihrer Homepage veröffentlichten Positionskatalog. Thema “Gender” gilt als “ideologisch motiviert”„Wir fordern die Streichung sämtlicher staatlicher Mittel zum sogenannten Gender Mainstreaming”, heißt es.Statt das Thema „Gender“ differenziert zu behandeln, wird es pauschal als „ideologisch motiviert“ bezeichnet, weshalb in ganz illiberaler Manier der Genderforschung gleich sämtliche Mittel gestrichen werden sollen.Nicht anders klingt es bei der AfD. Sie fordert in ihrem „Grundsatzprogramm“: „Förderung für ‚Gender-Forschung‘ beenden“.Des Weiteren erwartet die „Werteunion“ von Migranten, „dass sie sich nicht nur integrieren sondern assimilieren“.Nach allgemeinem Verständnis bedeutet Assimilation im Unterschied zur Integration vollständige Anpassung, was wiederum heißt, dass man seine Herkunftskultur nicht mehr öffentlich zeigen, sondern nur noch im Privaten ausüben darf.Die AfD ist auf diesen Kurs eingeschwenktSogar Björn Höcke dürfte das gefallen.Er nämlich sagte bereits im Oktober 2014 gegenüber der „Jungen Freiheit“, man müsse in der Einwanderungspolitik „von der Vorstellung der Integration weg - und hin zum Leitbild der Assimilation kommen“.Und weiter: „Assimilation bedeutet, dass sich die Einwanderer der Gesellschaft anpassen - was nicht heißt, im Privaten ihre Herkunftskultur aufzugeben, aber diese eben unseren äußeren Verhältnissen anzugleichen. Nur so kann Einwanderung gelingen.“ Die AfD wiederum ist ebenfalls längst auf diesen Kurs eingeschwenkt.In ihrem Programm zur Bundestagswahl 2017 fordert sie von Einwanderern „Anpassung“ und will die „deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung“ nur demjenigen gewähren, „an dessen dauerhaft erfolgreicher Assimilation und Loyalität zu seiner neuen Heimat keine Zweifel bestehen.“Beliebtes Mantra in rechtskonservativen KreisenAngesichts dieser Ähnlichkeiten stellt sich die Frage, wo die „Werteunion“ Unterschiede zur AfD sieht. Dazu sagte Stefan Koch, Bundespressesprecher der Vereinigung, Anfang Mai gegenüber „Tichys Einblick“ Folgendes:„Die AfD ist definitiv keine Alternative für Konservative. Da wo es Überschneidungen mit denen gibt, liegt es ganz einfach daran, dass die AfD klassische CDU-Positionen übernommen, quasi kopiert hat.Das Original ist immer besser als die Kopie! Völkisches Gedankengut, Antiamerikanismus, Antisemitismus, Putin-Verehrung dagegen gibt es in der Werteunion nicht und würde von uns auch niemals geduldet.Hierin unterscheiden wir uns sehr deutlich von der AfD.“Zu behaupten, die AfD habe einfach klassische CDU-Positionen übernommen, ist ein beliebtes Mantra im rechtskonservativen Graubereich.Wie fernliegend es in vielen Punkten ist, zeigen die obigen Beispiele.► Weder hat die CDU je die Assimilation von Migranten noch die Streichung sämtlicher Gelder für die Genderforschung gefordert.► Auch in puncto Asylpolitik geht die „Werteunion“ weit über klassische CDU-Positionen hinaus. So schreibt sie in ihrem „Konservativen Manifest“:„Die Masseneinwanderung seit 2015 war rechtswidrig und falsch. (…) Als dicht besiedeltes Industrieland ist Deutschland ungeeignet zur Aufnahme von Asylbewerbern und Flüchtlingen. Ihre  Aufnahme ist auch ethisch unvertretbar, denn sie ist viel aufwändiger als die Unterbringung im sicheren Ausland. Da Deutschlands Mittel begrenzt sind, ist es ein moralisches Gebot, sie so effizient einzusetzen, dass möglichst vielen Menschen geholfen wird und nicht nur denen, die es zufällig bis in unser Land  schaffen.Eine Aufnahme in Deutschland soll nur subsidiär und bis zu einer Obergrenze von 50.000 Personen im Jahr zulässig sein.“Deutschland insgesamt abzusprechen, ungeeignet zur Aufnahme von Asylbewerbern und Flüchtlingen“ zu sein und allenfalls subsidiären Schutz zuzulassen, legt die Axt an das deutsche Asylrecht an, da nicht einmal zwischen politisch Verfolgten und Bürgerkriegsflüchtlingen unterschieden wird.Noch dazu mit der fadenscheinigen Suggestion, es gebe infolge „dichter Besiedelung“ keinen Platz.Mit „klassischen CDU-Positionen“ hat das nichts zu tun.Mit der Behauptung, es gebe „seit 2015“ eine rechtswidrige Masseneinwanderung, befindet sich die „Werteunion“ inhaltlich auf einer Linie mit der von der ehemaligen DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld im März initiierten „Erklärung 2018“.Meilenstein in der Entwicklung des rechten GraubereichsIn dieser wird unumstößlich die juristisch zweifelhafte Existenz einer „illegalen Masseneinwanderung“ behauptet. Überdies wird in keinem Wort darauf eingegangen, dass die Zahlen der Asylbewerber seit dem Herbst 2015 deutlich zurückgegangen sind.Die „Erklärung 2018“ ist ein Meilenstein in der Entwicklung des rechtskonservativen Graubereichs. Denn erstmalig fanden sich hier sowohl bürgerliche wirkende Menschen als auch neurechte Publizisten in einem gemeinsamen Aufruf wieder, der zunächst rein virtuell war und erst später in eine Massenpetition umgewandelt wurde.Diese wurde am 16. Mai dem Petitionsausschuss des Bundestags überreicht.Tags darauf stellten Lengsfeld sowie die beiden Publizisten und Erstunterzeichner der „Erklärung 2018“, Henryk M. Broder und Michael Klonovsky, die Petition in der Bundespressekonferenz vor.Klonovsky ist nach verschiedenen anderen Tätigkeiten für die AfD inzwischen persönlicher Referent von Alexander Gauland in dessen Eigenschaft als Co-Fraktionsvorsitzenden der AfD im Bundestag.Nach rechts gedrifteter Publizist MatussekZu den Unterzeichnern der „Erklärung 2018“ zählen auch der stark nach rechts gedriftete katholische Publizist Matussek, der inzwischen als Redner auf AfD-Veranstaltungen auftritt und offen mit der „Identitären Bewegung“ sympathisiert, sowie der ebenfalls katholische Autor Klaus Kelle.Er ist der Ehemann von Birgit Kelle und wie diese CDU-Mitglied. Auch Eva Herman ist namentlich gelistet.Ebenfalls zu den Erstunterzeichnern gehören Thilo Sarrazin, Uwe Tellkamp sowie die neurechten Vordenker Karlheinz Weißmann und Thorsten Hinz, beide Stammautoren der „Jungen Freiheit“, deren Chef Dieter Stein ebenfalls mit dabei ist.Die „Junge Freiheit“ steht der AfD grundsätzlich sehr wohlwollend gegenüber, kritisiert aber deren radikalen Flügel immer wieder deutlich.Das eigentlich Brisante an der „Erklärung 2018“ ist, dass sich ihre Unterzeichner ausdrücklich mit denjenigen „solidarisieren, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird.“Das erfasst der Sache nach, woran namentlich Michael Klonovsky keinen Zweifel lässt, auch die Pegida-Demonstrationen in Dresden und die „Zukunft Heimat“-Versammlungen in Cottbus.“Erklärung 2018”Und hat es insofern in sich, als bei Pegida längst radikal rechtes Gedankengut vertreten wird und in Cottbus im Februar, also noch vor der Veröffentlichung der „Erklärung 2018“, der neurechte Verleger Götz Kubitschek als Redner aufgetreten ist.Bezeichnenderweise spricht mit ihm überdies jemand, der es nun wirklich wissen muss, im Hinblick auf die „Erklärung 2018“ von einer „Opposition von rechts sogar im intellektuellen Establishment“.Der Internet-Auftritt der „Erklärung 2018“ selbst war zunächst länger mit dem sogenannten „Frauenmarsch“ bebildert, den das AfD-Mitglied Leyla Bilge Mitte Februar 2018 in Berlin organisiert hatte.All das lässt sich denjenigen entgegenhalten, die beklagen, man würde die Unterzeichner der Erklärung zu Unrecht „in die rechte Ecke drängen“.Klaus Kelle hingegen meinte noch Anfang Juni in der katholischen Wochenzeitung „Die Tagespost“, dass die Erklärung“ „an Harmlosigkeit kaum zu überbieten“ sei und er diese „natürlich“ unterzeichnet habe.Die “Erklärung” als virtuelle Achse zwischen Rechten und dem CDU-MilieuMan darf die „Erklärung 2018“ nicht unterschätzen.Sie ist die zentrale virtuelle Achse zwischen Rechten und bestimmten Menschen aus dem CDU-Milieu. Im Mai etwa stellte sich der Kreisverband Leipzig-Land der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU (MIT Leipzig-Land) hinter sie, wie Vera Lengsfeld stolz verkündete.Ebenfalls im Mai schließlich trat der rechtskonservative Graubereich aus der virtuellen Welt heraus und traf sich auf dem sogenannten „Neuen Hambacher Fest“.An der ideellen Verbindung zwischen dem „Neuen Hambacher Fest“ und der „Erklärung 2018“ ließ namentlich Dieter Stein in der „Jungen Freiheit“ keinen Zweifel:„Beim Treffen in Hambach schlug sich auch die Mobilisierung der vor wenigen Wochen von der DDR-Bürgerrechtlerin Vera Lengsfeld initiierten „Erklärung 2018“ nieder, die inzwischen über 150.000 Bürger unterzeichnet haben.“Organisator der Veranstaltung war der Börsenprofessor und Erstunterzeichner der „Erklärung 2018“ Max Otte. Obwohl Mitglied der CDU und der „Werteunion“, hatte Otte vor der Bundestagswahl 2017 angekündigt, die AfD zu wählen.Wahl eines historischen OrtsEnde April schrieb die „Junge Freiheit“, dass Otte das Buch „Der Untergang des Abendlands“ von Oswald Spengler, einem der wichtigsten Rechtsdenker der Weimarer Republik, „zu seiner prägenden Lektüre“ zähle.Mit der Wahl des historischen Orts, der wie kein zweiter in Deutschland für die Freiheit steht, war die Symbolik gesetzt.Die Ankündigung dieses Treffens war eine Überraschung, das Line-Up der Redner war es nicht.Laut Homepage wurden Vera Lengsfeld, Thilo Sarrazin, der inzwischen aus der AfD ausgetretene EU-Parlamentsabgeordnete und Ökonomieprofessor Joachim Starbatty, der Filmemacher Imad Karim, Jörg Meuthen, der Ökonom Markus Krall, der CDU-Politiker und ehemalige Bundestagsabgeordnete Willy Wimmer sowie Gastgeber Max Otte erwartet.Prominent auf der Homepage verlinkt: die „Werteunion“.So viel zur Abgrenzung zur AfD, in concreto zu Jörg Meuthen, dem Mann, der die Partei mitanführt und schon lange gemeinsam mit seinem Co-Parteivorsitzenden Alexander Gauland Björn Höcke protegiert.“Großes Familientreffen”Auch Klaus Kelle war vor Ort und schwärmte anschließend auf seinem Blog in einem Artikel mit dem Titel „Wo nix ‚rechts‘ war: Mein Spaziergang zum Hambacher Schloss“ von dem Treffen.Es habe „etwas von einem großen Familientreffen“ gehabt, er habe „wirklich starke Reden von Thilo Sarrazin, Vera Lengsfeld und AfD-Chef Jörg Meuthen“ gehört.Und weiter:„Nichts, ich wiederhole nichts an dieser Veranstaltung war ‚rechts‘. Nicht ein Wort, dass ausländerfeindlich anmutete, keine Stimmungsmache, kein Hass, keine Extremisten.Hier traf sich die bürgerliche, konservativ-liberale Zivilgesellschaft“.Kelle, der auch meint, sein Blog vertrete den „gesunden Menschenverstand“ zeigt exemplarisch, wie man rechts erst ab so weit rechts definiert, dass man locker darunter hinwegrauscht. Selbstverständlich gab es auf dem „Neuen Hambacher Fest“ keine Extremisten, ebenso wenig offensichtlichen Hass.Es gab aber sehr wohl Stimmungsmache und Äußerungen, die das, was konservativ im bundesrepublikanischen Sinne ist, deutlich sprengten.Nicht umsonst sprach der nun wahrlich nicht des Linksliberalismus verdächtige Journalist Philip Plickert in seiner in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ erschienenen Reportage zu dem Treffen von „rebellischen rechten Bürgern“ und einer „Anti-Merkel-Allianz aus AfD und CDU-Konservativen“, die sich „zusammen(braue)“.“Kulturfremde Zuwanderung”Der Autor Justus Bender wiederum schrieb einen Tag später in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Nationalkonservative Unionsanhänger sind hier, rechte Liberale und bürgerliche AfD-Anhänger“.Und wies darauf hin, dass Sarrazin auf dem Schloss von „kulturfremder Zuwanderung“ „warnte“. Das erinnert an Alexander Gauland, der sich bereits 2016 in der „Zeit“-Beilage „Christ Welt“ gegen eine „raumfremde Einwanderung“ aussprach, die vom Islam ausgehe.Das der „Jungen Freiheit“ nahestehende Monatsmagazin „CATO“ druckte einige der Reden ab. Auch die von Thilo Sarrazin.In dieser sagte er des Weiteren, dass „ wir die kulturfremde Einwanderung wirksam kontrollieren und weitestgehend unterbinden (müssen)“. Ja, er sagte „weitestgehend unterbinden“.Sarrazins SorgenKurz zuvor hatte er in der Rede kundgetan, dass es um die ethnische, kulturelle und gesellschaftliche Zukunft Deutschlands und Europas“ gehe. Ja, da steht tatsächlich „ethnisch“.Auch hat Sarrazin Sorge davor, dass „die Völker Europas schnell und unwiderruflich zur Minderheit im eigenen Land“ werden könnten, was er „weder in ethnischer noch in kultureller oder religiöser Hinsicht“ wolle. Wieder ist die „Ethnie“ dabei.Vera Lengsfeld hat ihre Hambacher Rede auf ihrem Blog veröffentlicht. In dieser behauptet sie, dass „Politik und veröffentlichte Meinung alles anprangern, was dem linken Mainstream widerspricht“.Behauptungen davon, dass es “keine Debatten” mehr gebeEs gebe „keine Debatten mehr“, „keinen Austausch und Abwägen unterschiedlicher Argumente“, weshalb das „heutige Deutschland einer Gesinnungsdiktatur immer ähnlicher“ werde.Vielleicht denkt man so, wenn man alles außerhalb der eigenen Filterblase über einen Kamm schert. Oder sich wie Lengsfeld angeblichen „politisch-korrekten Meinungsvorgaben aus Politik und Mainstream-Medien“ ausgesetzt sieht. Keine Frage, er ist aus der virtuellen Welt herausgetreten, der rechtskonservative Graubereich.Und wird in bestimmten Medien, die ihn freilich nicht so nennen, gefeiert. „Aufstand der Klugen – Wissenschaftler, Künstler, Ärzte gegen Merkel“ stand auf dem Cover der Mai-Ausgabe von „Tichys Einblick“.Neben Fotos von Thilo Sarrazin, Uwe Tellkamp, Bassam Tibi und Vera Lengsfeld waren auch solche von Monika Maron, Rüdiger Safranski und Peter Sloterdijk zu sehen, alle drei anders als die Vorgenannten keine Unterzeichner von Lengsfelds Schriftstück.Offene Renegate„Eigentümlich frei“ wiederum setzte im Mai Fotos von Lengsfeld Tellkamp, Matussek und dem Identitären-Kopf Martin Sellner auf die Frontpage und schrieb dazu: „Das Pendel schwingt zurück – Demos und Petitionen von rechts: Wie sich der Zeitgeist dreht“.Sellner selbst hatte schon im Juli 2017 keinen Zweifel am Wachsen des rechtskonservativen Graubereichs gelassen, als er auf sezession.de schrieb: „Vom Cicero über Achgut bis hin zur JF findet über viele Pfade ein reger Ideenschmuggel ins Zentrum der Meinungsmacht statt.Die offenen Renegaten, von Maximilian Krah bis Tichy, von Imad Karim bis Matthias Matussek, die es wagen, mit der Bande des Wäldchens zu reden, sind nicht die eigentliche Gefahr.“Man bleibe also wachsam. Es ist vor allem der Graubereich, der die politische Achse der Bundesrepublik gen rechts dreht. Ein Vorhaben, das den Rechten alleine so nie gelingen würde.Unsere Autorin Liane Bednarz schreibt regelmäßig über die Neue Rechte sowie die AfD. Im April erschien ihr Buch “Die Angstprediger: Wie rechte Christen Gesellschaft und Kirchen unterwandern”.Dieser Beitrag erschien zuerst am 01.07.2018 http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2181738-zwischen-cdu-und-afd-wie-der-rechtskonservative-graubereich Mon, 25 2019 11:28:13 GMT http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2181738-zwischen-cdu-und-afd-wie-der-rechtskonservative-graubereich Mein Partner hat mich misshandelt – ich bin trotzdem mit ihm zusammen geblieben Die Bloggerin Lauren Wellbank wurde von ihrem Partner mehrfach misshandelt. Sie meint, dass Missbrauchsopfern von ihrem Umfeld meist wenig Verständnis entgegengebracht wird. Denn nur wenige Menschen können nachvollziehen, wie schwierig es ist, aus einem Teufelskreis von Liebe und Gewalt auszubrechen. Auch Wellbank brauchte mehrere Anläufe, um ihren Partner zu verlassen – so hat sie es schließlich geschafft. Als er mich das erste Mal geschlagen hat, saßen wir gerade im Auto. Wie aus dem Nichts traf mich seine Hand plötzlich im Gesicht. Wir waren beide schockiert darüber, und einen Moment lang schwiegen wir.Ich führte meine Hand zu meiner Lippe, um zu sehen, ob ich blute – meine Finger waren rot verfärbt. Fassungslos starrten wir auf das Blut an meinen Händen. “Scheiße!” Seine Stimme klang höher als normal, geradezu panisch. “Das war nur ein Witz. Ich schwöre!” Er lachte. “Ich wollte dich nicht wirklich schlagen.”Mir stockte der Atem.“Ich schwöre bei Gott, das war wirklich nicht ernst gemeint”, sagte er. Meine Hände zitterten, mein Herz raste. “Das weißt du doch, oder?”Ich nickte. Ich ignorierte meine innere Stimme.Er nahm das Gespräch, dass wir gerade geführt hatten, wieder auf. Hin und wieder warf er mir einen Blick zu und entschuldigte sich. Jedes Mal lachte er ein entwaffnendes Lachen.Mein Herzschlag verlangsamte sich wieder und auch ich griff unser Gespräch wieder auf. Bis wir an unserem Zielort angekommen waren, hatte meine Lippe schon wieder aufgehört zu bluten.Dieser Augenblick, den wir soeben im Auto erlebt hat, begann, sich wie das anzufühlen, als was er es zuvor bezeichnet hatte: ein Unfall, ein Fehler, ein Witz.Menschen sagen zu Missbrauchsopfern häufig, sie würden sich nicht so behandeln lassenDas zweite Mal passierte es in unserem Schlafzimmer. In einem Moment stritten wir, im nächsten lag ich auf dem Boden und blickte zu ihm empor.Wir stritten sehr viel damals. Auch nur eine falsche Antwort auf eine Frage löste eine Verkettung von Handlungen aus, die damit endete, dass mein Partner gegen Wände schlug oder mit Gläsern um sich warf. Ich saß währenddessen zusammengekauert auf der Couch und versuchte, das alles zu verstehen.Zwischen dem ersten Erlebnis im Auto und dem zweiten in unserem Schlafzimmer lagen Monate. In dieser Zeit hatte ich mich zunehmend von meinen Freunden und meiner Familie entfernt. Die Richtung, die meine Beziehung eingeschlagen hatte, war furchterregend – ich war verwirrt, weil alles sich so schnell verändert hatte, ich schämte mich. Ich wusste einfach nicht, wie ich über all das sprechen sollte.Ich höre immer wieder, wie andere Menschen sagen: “Ich würde mich niemals so behandeln lassen.” Oder: “Ich verstehe nicht, wie Frauen mit solchen Typen zusammenbleiben können.” Ich finde es schwierig, meine damalige Situation zu erklären. Er war ja nicht immer so. Es war nicht alles schlimm. Wenn wir uns gerade nicht gestritten haben, war alles prima. Er war lustig, liebevoll und aufmerksam. Mein Partner wusste, dass er zu weit gegangen warWährend dieser guten Zeiten fragte ich mich, ob all diese schlimmen Momente überhaupt stattgefunden hatten. In den Tagen nach einem schlimmen Streit war er umso liebevoller, lustiger und aufmerksamer. Während dieser Tage machte er mir die wildesten Versprechungen, legte mir quasi die Welt zu Füßen. Er würde es nie wieder tun.Er meinte es nicht so.Er würde mich nicht mehr schlagen.Er hatte einfach nur die Fassung verloren.Er versprach, dass alles besser werden würde.Eine Zeitlang war alles großartig. Ohne offen darüber zu sprechen, wussten wir beide, wie schlimm es war, was er getan hatte.Ihm war überaus bewusst, dass er zu weit gegangen war und wie nah dran wir waren, Schluss zu machen. Es lag spürbar in der Luft: Wenn er es noch mal tun würde, würde ich ihn verlassen. Und so schloss sich der Teufelskreis. Alles lief super, bis es eben nicht mehr super lief, und dann fing alles wieder von vorne an. Am Ende war es ein dummer Streit wegen nichts, der alles zu weit trieb. Mir wurde klar, dass ich niemals mit jemandem glücklich werden könnte, der schon wegen Kleinigkeiten um sich schlug. Ein Teil von mir glaubte, dass mein Partner mich verstehen würde: Wer will schon so leben? Ich lag falsch. Als ich ihm sagte, dass ich ihn verlassen wollte, war es, als ob sich ein Schalter in ihm umgelegt hätte. Er wurde wütender und gewalttätiger als sonst. In diesem Moment glaubte ich, er könnte mich umbringen. Mit blauen Flecken übersät und zitternd fuhr ich zu meinen ElternAm nächsten Morgen fuhr ich zu meinen Eltern – übersät mit blauen Flecken und zitternd stand ich an ihrer Türschwelle. Ich dachte, der schlimmste Moment, wenn ich meinen Partner verlasse, wäre, wenn ich durch unsere gemeinsame Wohnungstür trete. Dann wurde mir allerdings bald bewusst: Am schlimmsten war es, die letzten Monate meiner Beziehung erklären zu müssen.Es war jedes einzelne Mal schwierig, meine Geschichte immer wieder erzählen zu müssen – meiner Mutter, meiner Schwester, meiner Tante, meinen engen Freunden. Ich sah mich mit ihren Augen – plötzlich war ich nicht mehr die Person, von der ich immer geglaubt hatte, sie zu sein: die starke, unabhängige Frau, die ihr erstes eigenes Haus schon mit 23 gekauft hatte.Auf einmal war ich ein schwacher und ängstlicher Mensch. Dieser Mensch hatte monatelang gefährliche und dumme Entscheidungen getroffen, und ich hasste diesen Menschen.  ► Damals wusste ich noch nicht, dass eine von vier Frauen Opfer von Gewalt in Paarbeziehungen werden. Ich wusste auch noch nicht, dass eine Frau durchschnittlich sieben Mal versucht, ihren Partner zu verlassen, bevor es ihr tatsächlich gelingt.Es gibt viele Gründe, warum Frauen mit gewalttätigen Männern zusammen bleibenEs gibt so viele Gründe, warum Frauen schließlich zu ihren gewalttätigen Partnern zurückkehren:► finanzielle Unsicherheit,► fehlende emotionale Unterstützung von Freunden und Familie,► Angst vor dem, was als nächstes passieren wird.In den USA wurde zwischen 2003 und 2014 fast die Hälfte der weiblichen Todesopfer von ihren Partnern umgebracht – und 75 Prozent der Frauen fielen den Tätern erst nach der Beziehung zum Opfer. Eine Woche, nachdem ich bei meinen Eltern morgens vor der Tür stand, saß ich mit meinem Partner gemeinsam in einem Restaurant. In jener Woche hatte er mir zahlreiche E-Mails und Nachrichten geschickt. Jeden Tag schickte er einen Strauß meiner Lieblingsblumen ins Büro.In jeder Nachricht bettelte er mich an, dass ich ihm eine Chance geben würde, sich zu entschuldigen. Er sagte, dass er nicht in der Gewissheit leben könnte, mich so sehr verletzt zu haben. Wenn wir uns nur einmal treffen und reden könnte, würde er mir alles erklären. Und das tat er auch: Er sagte, dass er Angst gehabt hätte, mich zu verlieren. Das war alles. Es würde nicht noch einmal passieren. Er hatte endlich verstanden, dass wenn er sich nicht grundlegend änderte, ich ihn für immer verlassen würde. “Gib mir nur noch eine Chance, damit ich mich dir beweisen kann”, bettelte er. “Von nun an wird alles gut werden.”Hätte ich ihn wirklich verlassen können in dem Glauben, dass alles wieder gut werden könnte? Wenn ich wüsste, das wir doch noch eine geringe Chance haben? Dass alles vielleicht sogar noch besser werden könnte als es jemals zuvor war, so, wie er es versprochen hatte?Alles, was ich tun müsste, war, ihm eine zweite Chance zu geben. Hat Liebe nicht immer eine zweite Chance verdient?Missbrauch kennt viele FacettenVon Außen betrachtet ist Missbrauch immer schwer zu verstehen. Solche Situationen sind nicht immer nur schwarz oder weiß. Sie bestehen aus mehr als einer erhobenen Hand.Missbrauch kennt viele Facetten, und sie schleichen sich langsam ein. Ähnlich wie ein Hummer, der in kochendes Wasser geworfen wird, weißt du nicht, dass du in Gefahr bist, bis das Wasser um dich herum schon sprudelt. Du warst schon eine Weile gefangen, bis es dich wirklich das erste Mal trifft. Du hast das alles nur nicht gemerkt.Also redest du dir ein, es sei das erste und letzte Mal gewesen – aber dann passiert es noch mal. Dann hast du aber zu viel Angst und schämst dich viel zu sehr, um dir Hilfe zu holen. Denn du bist überzeugt davon, dass du selbst zum Kochtopf gekrochen und den Herd angestellt hast. Und wenn du dann im Topf gefangen bist, ist es einsam und furchteinflößend, und du hast das Gefühl, dort nie wieder herauszukommen. Es ist allerdings möglich, du musst es nur ein paar Mal probieren.Vielleicht gehst du wieder zurück, weil die Welt da draußen so kalt erscheint. Vielleicht gehst du auch zurück, weil es sich im Kochtopf drin sicherer anfühlt. Ich bin zurückgegangen, weil ich meinem Partner geglaubt habe, als er sagte: “Komm rein – das Wasser ist so schön!”Das Wasser war nicht schön. Ein paar Wochen lang war tatsächlich alles gut. Aber dann, man hätte es vorhersehen können, wurde wieder alles wie früher.Das zweite Mal, als ich den Willen äußerte, mich zu trennen, war es viel schwerer. Diesmal konnte ich mit keinem Mitgefühl rechnen. Diesmal war ich mit schuld.Der Polizeibeamte schüttelte den Kopf, als ich ihm sagte, weswegen ich angerufen hatte. Mein Chef schaute mir nicht in die Augen, als ich ihm erklärte, warum ich ein paar Tage lang nicht zur Arbeit kommen würde.Jedem Menschen, dem ich sagte: “Ich dachte, er hätte sich geändert – hat er aber nicht. Jetzt ist es eben so.” lag die Enttäuschung im Blick. Mehr zum Thema: Jeden 3. Tag stirbt eine Frau durch häusliche Gewalt – so will die Bundesregierung helfen "Mein Vater hat meine Mutter umgebracht – ich habe dabei zugesehen" Fast jede Frau hat ein dunkles Geheimnis – es ist nicht so sexy, wie ihr glaubt Ich habe zwei Anläufe gebraucht, um meinen Partner zu verlassenDurchschnittlich sieben Versuche braucht man. Ich brauchte glücklicherweise nur zwei. Ich war verängstigt und mein Herz gebrochen, aber mit der Unterstützung meiner Familie und Freunde konnte ich diese schwierige Zeit durchstehen.Zurückblickend erkenne ich den Teufelskreis des Missbrauchs – als ich damals aber mitten drin steckte, war mir das alles nicht so bewusst. Es ist geradezu peinlich, das zuzugeben – denn mal ganz ehrlich: Wer lässt es schon zu, sich so behandeln zu lassen? Was für ein Mensch muss man sein, um so eine Beziehung führen zu können?Offenbar bin ich so ein Mensch.Und vielleicht bist auch du so ein Mensch, oder jemand den du kennst. Eine von vier Frauen – das bedeutet, dass es jemanden in deinem Freundeskreis, deine Schwester, deine Steuerberaterin oder sogar die Nachbarin in der großen Villa nebenan treffen kann.Gewalt in der Partnerschaft ist so unfassbar üblich, und dennoch sprechen wir nicht offen darüber – obwohl wir es sollten. Indem wir Missbrauch aus Scham totschweigen, schützen wir die Täter und halten die Opfer davon ab, Hilfe zu suchen.Meine Geschichte war mir peinlich, und auch Jahre später noch schäme ich mich. Aber wenn sie auch nur einen Menschen dazu motiviert, sich Hilfe zu holen, werde ich in Jubel ausbrechen. Ich war eine von vieren. Ich habe es geschafft, meinen gewalttätigen Partner zu verlassen, ging zu ihm zurück, habe ihn wieder verlassen. Auch du kannst es schaffen. Dieser Text erschien ursprünglich in der US-Ausgabe der HuffPost und wurde aus dem Englischen übersetzt von Agatha Kremplewski.(jkl)Anzeige http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2181727-mein-partner-hat-mich-misshandelt-ich-bin-trotzdem-mit-ihm-z Mon, 25 2019 15:37:08 GMT http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2181727-mein-partner-hat-mich-misshandelt-ich-bin-trotzdem-mit-ihm-z Kinderarzt Remo Largo kritisiert Erziehungsratgeber: "Es ist viel wichtiger, das Kind zu verstehen" Soll ich mein Baby bei mir im Bett schlafen lassen? Darf ich es schreien lassen, wenn es nachts aufwacht? Bis zu welchem Alter soll ich mein Kind stillen? Und soll es lieber Brei bekommen oder gleich feste Nahrung?Junge Eltern stellen sich viele Fragen. Ihre größte Angst ist es, Fehler zu machen. Fehler, die sich womöglich nie wieder rückgängig machen lassen. Und die Antworten auf ihre Frage finden viele von ihnen in Erziehungsratgebern. Die Regale mit solchen Publikationen für Eltern in den Buchhandlungen sind daher meterlang.Doch Pädagogen sehen den Ratgeber-Boom mit Skepsis. Wenn Eltern sich zu sehr auf diese Literatur fixieren, warnen die Experten, können sie ihren Kindern schlimmstenfalls sogar schaden.Largo hält die meisten Erziehungsratgeber für kontraproduktivDer wahrscheinlich bekannteste Kritiker von Erziehungsratgebern ist der Schweizer Kinderarzt Remo Largo. Nur wenige Experten im deutschsprachigen Raum haben sich so intensiv mit dem Thema Kindesentwicklung beschäftigt wie er. Sein Buch “Babyjahre” gehört seit fast zwei Jahrzehnten zur Grundausstattung junger Eltern.Den Großteil der neuen Erziehungsratgeber hält Largo für kontraproduktiv. “Die meisten dieser Bücher behandeln nur ein bestimmtes Thema und sind problemorientiert”, sagte er der HuffPost.“Was mache ich, wenn mein Baby nicht durchschläft? Was, wenn es den Brei nicht essen will? Ich halte von dieser Art von Ratgeber nicht viel.”Sie seien sehr direktiv geschrieben und versprächen, dass es auf das eineProblem auch die eine Lösung gebe. “Doch DIE Lösung in dem Sinne gibt es beim Thema Erziehung nicht”, sagt er.“Diese Form von Erziehungsratgebern macht die Eltern hilflos”Die Folge, so warnt Largo, seien Ratlosigkeit bei den Eltern und Schaden für die Kinder. “Diese Form von Erziehungsratgebern macht die Eltern hilflos - und die Kinder leiden darunter, dass die Eltern ihr Problem nicht lösen können.”Der Kinderarzt erläutert das an einem Beispiel: “Nehmen Sie etwa einen Ratgeber zum Thema Schlafstörung. Da wird den Eltern also direktiv gesagt, was sie tun sollen. Doch was ist, wenn diese eine Methode nicht funktioniert? Dann können die Eltern ein weiteres Buch kaufen oder sich irgendwann Hilfe bei einem Experten suchen.”Dass Ratgeber in vielen Fällen mehr Negatives ausrichten als sie nützen, kritisieren auch andere Experten. “Viele Eltern, die unsere Beratungsstelle aufsuchen, sind durch die vielen unterschiedlichen Ratgeber verunsichert”, sagte Bettina Lamm, Familientherapeutin und Entwicklungspsychologin an der Universität Osnabrück, der “Rhein Main Presse”.Fehlende praktische Erfahrung verunsichert ElternSie und andere Wissenschaftler beobachten, dass das Phänomen vor allem die gebildete, gut situierte Mittelschicht betrifft. “Die Familiengründung findet meist Ende 20 oder Anfang 30 statt und oft haben Mutter und Vater dann zum ersten Mal in ihrem Leben ein Baby im Arm”, sagte Lamm.Die fehlende praktische Erfahrung verunsichere die Eltern, der Griff ins Bücherregal sei eine logische Folge. Das Problem, so warnt sie: Diese Eltern suchten oft nach der einen, allgemeingültigen Lösung für eine Erziehungsfrage - die nicht existiere, wie auch Largo betont.Statt nach Patentrezepten zu suchen, sollten Eltern lieber eines tun, rät der Kinderarzt: versuchen, das Kind zu verstehen.“Ich habe Hunderten von Kindern dabei zugesehen, wie sie groß geworden sind”, sagt Largo. Er habe immer versucht, kein Ratgeber zu sein und auch keine zu schreiben.Jedes Kind entwickelt sich unterschiedlich“Stattdessen ist es mein Ziel, den Eltern zu erklären, wie ihr Kind tickt und welche Bedürfnisse es hat. Denn nur wenn die Eltern ihre Kinder verstehen, können sie auch ihre Probleme lösen.”Die Paar- und Familienberaterin Ursula Keller ist sehr ähnlicher Ansicht. “Ein guter Erziehungsratgeber berücksichtigt, dass Kinder sich unterschiedlich entwickeln”, sagte sie dem Onlineportal “familienleben.ch”.“Vorsichtig sollten Eltern immer dann auf einen Erziehungsratgeber reagieren, wenn er versucht, Patentrezepte zu verkaufen. Denn Patentrezepte, die für alle Familien gelten, gibt es nicht.”Sie nennt außerdem einen weiteren Punkt, der aus Ihrer Sicht gegen die Lektüre vieler Erziehungsratgeber spricht: “Die Ratgeber sind oft sehr unterschiedlich. Auf gleiche Fragen bieten sie unterschiedliche Antworten. Das kann Eltern zusätzlich verwirren.”“Die eine Lösung für die Probleme aller Kinder gibt es nicht”Entwicklungspsychologin Lamm rät verunsicherten Eltern, die zu ihr in die Familientherapie kommen: “Packt die Bücher weg und vertraut eurem Bauch” - auch wenn sie wisse, dass das nicht einfach sei und meist erst beim zweiten oder gar dritten Kind gelinge, wie sie selbst sagt.Auch für Kinderarzt Largo ist die Sache klar: “Jedes Kind ist einmalig”, sagt er. “Die eine Lösung für die Probleme aller Kinder gibt es nicht. Wenn Eltern ihr Kind und seine Entwicklung verstehen, brauchen sie all die Erziehungsratgeber nicht.” http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2181686-kinderarzt-remo-largo-kritisiert-erziehungsratgeber-es-ist-v Thu, 28 2019 09:56:54 GMT http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2181686-kinderarzt-remo-largo-kritisiert-erziehungsratgeber-es-ist-v Das schwarze Loch: Wie der Brexit die britische Politik zerstört hat Am Donnerstag ist das britische Unterhaus einmal mehr eine Lachnummer. “No. No. No. No. No. No. No. No”, titelte der “Guardian”. Tags zuvor hatten die Abgeordneten acht Brexit-Optionen zur Auswahl. Sie lehnten sie alle ab. Der Austrittsprozess ist längst zur Farce verkommen. Auch mehr als zwei Jahre nach dem Referendum ist nicht klar, wie Großbritannien nun eigentlich die EU verlassen will. Ob es nach dem Austritt eine enge Anbindung an die EU wünscht oder nicht. Keine Option hat eine Mehrheit. Jede Parlamentsdebatte wirft mehr Fragen auf, als sie Antworten liefert. Wie konnte es soweit kommen? Der Brexit habe das politische System zerstört, sagen die fassungslosen Beobachter in Westminster und im ganzen Land. Was sie damit meinen: Die britische Politik schafft es nicht mehr, den Willen der Bürger angemessen in politische Entscheidungen zu übertragen. Der Brexit hat ein Loch in der britischen Politik aufgedeckt. Es ist dabei, das politische Leben langsam zu verschlingen. Diese Zahlen zeigen, wie blockiert das politische System ist Einige wenige Zahlen reichen, um die Umrisse des Lochs zu skizzieren. ► 2016 stimmten bekanntlich 52 Prozent der Briten bei der Volksabstimmung für den EU-Austritt, 48 Prozent dagegen. Aber im Unterhaus sind 75 Prozent der Abgeordneten für den EU-Verbleib, wie eine Untersuchung der “Financial Times” zeigte. Sie müssen also eine Entscheidung umsetzen, die sie eigentlich nicht unterstützen. ► Hinzu kommt: Der Wille zum EU-Ausstieg oder -Verbleib zieht sich wie ein Riss quer durch alle Parteien. In der sozialdemokratischen Labour-Partei gibt es Politiker, die sogar einen Austritt ohne Abkommen befürworten. Bei den konservativen Tories kämpfen Politiker noch immer für einen Verbleib in der EU. Am Mittwoch hatten beide großen Parteien Großbritanniens dann auch mit Abweichlern bei allen acht Abstimmungen zu kämpfen.Keine Partei schafft es, einen einheitlichen politischen Willen im Brexit-Prozess zu formulieren. Das Referendum 2016 lieferte hierfür auch keinen eindeutigen Auftrag. Mehr als Drinbleiben oder Rausgehen stand nicht auf dem Wahlzettel. What happened with the indicative votes last night?- No option got a majority in favour- Lots of MPs abstained- Options on a confirmatory referendum on the PM#39;s or a customs union had the most supportHow the parties broke down belowFollow here or @instituteforgov for more pic.twitter.com/bOQbFSJUZT— Marcus Shepheard (@MShepheard) March 28, 2019► Dabei ist die Brexit-Frage für Wähler weit wichtiger als die Frage, welcher Partei sie sich eigentlich nahe fühlen. In einer Umfrage des britischen Meinungsforschungsinstituts NatCen Social Research gaben 44 Prozent der Befragten an, dass sie sich sehr stark mit einer Seite der Brexit-Debatte identifizierten. Nur neun Prozent sagten das über ihre Parteizugehörigkeit. Der Brexit hat das politische System umgewälzt. Er hat aufgezeigt, dass sich die politischen Koordinaten von links und rechts verschoben haben.Linke Labour-Anhänger ist die Frage der Einwanderung und der kulturellen Identität wichtiger als ihre Parteizugehörigkeit, sie stimmten für den EU-Austritt. Konservative Tory-Wähler sehen die EU positiv, sie stimmten für den Verbleib. Und ein Großteil fühlt sich vom politischen System gar nicht mehr repräsentiert und fremdelt mit den Parteien. Es sind gerade diese Zahlen zur Identifikation mit den Parteien, die eine Frage nahelegt: Warum gibt es in Großbritannien keine bedeutende politische Kraft, die für eine Seite der Brexit-Debatte, also für den EU-Verbleib oder den -Austritt, kämpft? Warum gibt es keine politische Figur, die jenen fünf Millionen Briten eine Stimme gibt, die kürzlich eine Petition für den EU-Verbleib unterzeichneten? Kann es einen britischen Macron geben?► Großbritannien hat eine Brexit-Partei: Ukip, die UK Independence Party. Im Unterhaus spielte Ukip aber kaum eine Rolle. Nach internen Streitereien nach dem Referendum wählten 2017 gerade einmal 590.000 Briten die Protest-Partei. Zur Erinnerung: Über 17 Millionen hatten für den Austritt gestimmt. ► Es gibt in der politischen Landschaft des Vereinigten Königreichs auch eine Partei, die für den EU-Verbleib kämpft: die Liberal Democrats. Nach einer Koalition mit den Tories verlor die Partei 2015 allerdings 48 Sitze im Unterhaus – und konnte sich davon nicht mehr erholen. Alle Beobachter in Großbritannien sprechen davon, dass die politische Mitte zerbröselt. Hardliner wie der Konservative Jacob Rees-Mogg beherrschen die öffentliche Debatte, Labour ist unter dem Sozialisten Jeremy Corbyn weiter nach links gerückt. Und dennoch scheint in diesem System kein Platz für eine neue Partei frei zu werden, die aus dem Brexit-Chaos Kapital schlägt. Das liegt auch am politischen System selbst. Georgina Wright arbeitet am Think Tank Institute for Government und berichtet der HuffPost am Telefon von all den Schwierigkeiten, mit denen kleine Parteien in Großbritannien zu kämpfen haben. Aufgrund des Mehrheitswahlrechts schafften es kleine Parteien meist nicht, überhaupt Sitze im Unterhaus zu ergattern. Wright spricht auch über die insgesamt elf Abgeordneten, die sich kürzlich von den Tories und von Labour abspalteten und die Independent Group gründeten. “Sie sind keine Partei, sie haben keinen Zugriff auf die Parteifinanzierung”, sagt die Expertin. Außerdem seien viele Fragen offen: Dürften die unabhängigen Abgeordneten Komitees vorsitzen? Wie viel Redezeit im Unterhaus und damit Aufmerksamkeit stehe ihnen zu? Seit Monaten spekulieren die Medien über eine neue, zentristische Partei, die sich das Brexit-Chaos zu nutze machen könnte, so wie das Frankreichs Präsident Emmanuel Macron 2016 mit seiner Bewegung En Marche tat. Wright aber sagt: “Ich warne vor der Vorstellung eines britischen En Marche, ich glaube nicht, dass es dafür genug Druck gibt.”Wie schwer sich neue Parteien in Großbritannien tun, zeigte die Wahl 1983. Vier Labour-Politiker hatten zusammen mit einem liberalen Kollegen eine neue Partei, die SDP–Liberal Alliance, gegründet. Die SDP erreichte 25 Prozent bei den Wahlen, bekam aber nur 23 Sitze. In den meisten Wahlkreisen verloren ihre Kandidaten schlicht gegen die Kandidaten von Labour und den Tories. Die blassen Figuren auf dem politischen ParkettDiese Einschränkungen für neue politische Kräfte dürfte auch der Grund sein, warum keine politische Figur sich in der Brexit-Debatte vorwagt. Die Independent Group gibt sich vorsichtig. Auch Wochen nach der Abspaltung ist noch immer nicht klar, ob die Abgeordneten wirklich eine neue Partei gründen wollen. Chuku Umunna, Sprecher der Gruppe und einstiger Labour-Shootingstar, ließ eine Anfrage der HuffPost dazu unbeantwortet. Aber auch in der Brexit-Debatte bleibt die Independent Group blass. “Die Politik ist zerstört. Lasst sie uns ändern”, steht auf ihrer Webseite.Das Wort “Brexit” aber sucht man vergeblich in einer Mitteilung der Independent Group, das ihr Programm vorstellen soll. “Wir glauben an starke Allianzen mit unseren engsten europäischen und internationalen Verbündeten in den Bereichen Handel, Regulierung, Verteidigung, Sicherheit und Terrorismusbekämpfung”, mehr findet sich dazu nicht. Auch sonst ist in Großbritannien außer der schottischen SNP, die regionale Interessen vertritt, kein politischer Akteur zu finden, der EU-freundlichen Wählern eine Heimat geben würde. Ed Miliband, früher die Hoffnung von Labour, postet lieber witzig gemeinte Fotos von Eisbechern auf Twitter, während seine Partei im Brexit weiterhin einen Eiertanz zwischen Verbleib und Austritt aufführt, um nur ein Beispiel zu nennen. House of Commons catering sense of humour klaxon pic.twitter.com/yICRgqEla1— Ed Miliband (@Ed_Miliband) March 27, 2019Und das obwohl die Folgen des Austrittschaos für das politische Leben in Großbritannien verheerend sein werden. Die Briten haben den Brexit sattFragt man Bekannte in Großbritannien, wie sie den Brexit verfolgen, hört man oft: Die meisten Menschen würden den Fernsehsender wechseln, um sich die neusten Nachrichten zum Brexit nicht anhören zu müssen. “Ich dachte, Donald Trump hat Amerika zur Lachnummer der Welt gemacht. Aber es fühlt sich an, als wären wir jetzt die Lachnummer”, sagte eine Britin kürzlich Channel 4. Es war noch die harmloseste Wortmeldung aus der Bevölkerung, die der britische Sender zum Brexit einfing.  "It#39;s all gone a bit tits up, really."Outside the Westminster bubble, @JonSnowC4 went to speak to the people of Egham in the Home Counties about how Brexit is going. #BrexitMayhempic.twitter.com/2CrpB5a904— Channel 4 News (@Channel4News) March 14, 201990 Prozent der Befragten nannten das Verhalten der britischen Regierung im Brexit in einer Umfrage kürzlich eine “nationale Demütigung”. Das Vertrauen in die Politik befindet sich an einem Tiefpunkt. Denn: Auch wenn der Brexit alle Aufmerksamkeit aufsaugt, machen sich die Briten um ganz andere Dinge sorgen. “Der Brexit ist das Hauptanliegen in Westminster, aber er ist nicht das Wichtigste für viele Menschen”, sagt Tom Clarkson der HuffPost. Er leitet die Umfragen über den Brexit am Institut Britain Thinks. Bei Umfragen zu den wichtigsten politischen Themen werde der Brexit meist gar nicht genannt, erklärt Clarkson. Lebenshaltungskosten, Lebensmittelpreise, Mieten, Gesundheitsvorsorge, Kriminalität – all diese Dinge würden die Menschen viel mehr beschäftigen, als der stets abstrakt bleibende Austritt aus der EU. Aber bei diesen Themen gibt es keine Bewegung, die Politik bleibt mit dem EU-Austritt beschäftigt. Clarkson jedenfalls hält eine neue Partei für möglich. Es gebe eine Sehnsucht nach neuen politischen Anführern, nach neuen Ideen, nachdem die Tories und Labour bisher so enttäuschten, betont er. “Eine neue Partei bräuchte symbolische Politikvorschläge, um die Massen zu begeistern. Der Brexit reicht hier nicht aus.”Auch Wright vom Institute for Government sagt: “Es muss mehr geben, als nur Widerstand gegen den Brexit oder gegen das, was die Tories oder Labour tun.”Wie geht es weiter für Großbritannien? Derzeit hält der Brexit das Parteiensystem noch zusammen, auch wenn er es gleichzeitig langsam auflöst. Solange der Brexit nicht entschieden ist, wird es wohl keine großen Veränderungen im politischen System geben. Premierministerin Theresa May versprach am Mittwoch ihren Rücktritt, sollten die Abgeordneten ihren mit der EU verhandelten Austrittsvertrag unterstützen. Ihre Tage an der Spitze der britischen Regierung scheinen gezählt, für die Tories bietet das die Chance, sich politisch neu aufzustellen. Auch bei Labour könnte es es Veränderungen geben. “Labour ist ein sehr, sehr fragiles Geschöpf”, sagt John Curtice, Autor der NatCen-Studie über die Parteizugehörigkeit, der HuffPost. Weitere prominente Abgänge sind hier denkbar. Eines aber werde alle politischen Wechsel zunächst überleben, glaubt Curtice: die Brexit-Debatte. “Angesichts der Schwierigkeiten, die wir schon zu Beginn der Debatte haben, werden wir wahrscheinlich bis Ende des Jahres oder sogar noch länger eine intensive Debatte darüber führen.”Die Diskussion über das Verlassen der EU gebe es seit Jahrzehnten in Großbritannien. Und so bald wird sie nicht aufhören, sagt Curtice. Sollten sich die Abgeordneten letztlich für ein anderes Brexit-Modell entscheiden, würde der Streit weitergehen. Solange Großbritannien es aber nicht schafft, den Wunsch der Menschen in dieser Debatte in einen einheitlichen politischen Willen zu überführen, wird der Brexit wohl weiter wie ein schwarzes Loch in der Mitte des politischen Systems sitzen und alle Kraft aus ihm saugen. (vw)Anzeige http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2181681-das-schwarze-loch-wie-der-brexit-die-britische-politik-zerst Thu, 28 2019 14:46:23 GMT http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2181681-das-schwarze-loch-wie-der-brexit-die-britische-politik-zerst Der HuffPost-Blick auf die wichtigsten Nachrichten der vergangenen 12 Monate Es ist die Aufgabe von Journalisten, zu berichten, was in der Welt geschieht. Aufzuschreiben, wer was sagt oder macht. Wo etwas passiert. Und es ist die Aufgabe von Journalisten zu gewichten. Es gibt täglich wichtigere und weniger wichtige Nachrichten. Die wichtigsten Nachrichten bekommen auf der HuffPost-Seite einen prominenten Platz: den Aufmacher, auch “die Eins” genannt. Bei der HuffPost trägt der Aufmacher traditionell den Namen “Splash”. Wer sich durch die Splashes der vergangenen Wochen und Monate klickt, sieht noch einmal die wichtigsten Nachrichten des jeweiligen Tages. Oft lieferten die Aufmacher harte Fakten. Unser Ziel war es aber auch immer, über den Splash ein Ereignis zu erklären oder in den Kontext größerer nachrichtlicher Lagen oder den gesellschaftlichen Kontext zu stellen. Deshalb waren die Aufmacherüberschriften häufig nicht rein nachrichtlich, sondern lieferten im besten Fall eine Einordnung gleich mit. Wir nehmen euch an dieser Stelle mit auf eine Tour durch die wichtigsten Nachrichten der vergangenen zwölf Monate.März 2018: Skripal, Italien, GroKoAm 4. März wählten die Italiener ein neues Parlament. Alle Befürchtungen der Pessimisten wurden wahr: Das Ergebnis lieferte keinen eindeutigen Auftrag an eine Partei oder ein Bündnis, die Regierung zu stellen. Klar war nur: Die beiden Protestparteien, die rechtsradikale Lega und die populistische Fünf-Sterne-Bewegung, waren die Gewinner der Wahl. Tatsächlich würden die beiden Parteien, die vor allem ihre Abneigung gegen die etablierten Parteien eint, später die Regierung stellen. Am Tag nach der Wahl konntet ihr bei uns eine Analyse lesen, welche Faktoren zu dieser Umwälzung des politischen Systems in Italien führten: Am Tag darauf erklärte ein junger Italiener, der wegen der schlechten wirtschaftlichen Aussichten seine Heimat verließ, seine Sicht auf die Wahlen:  Ebenfalls am 4. März wurde der ehemalige russische Doppelagent Sergei Skripal zusammen mit seiner Tochter bewusstlos auf einer Parkbank im englischen Salisbury aufgefunden.Bald stand fest: Die beiden wurden vergiftet. Zum Einsatz kam das Nervengift Nowitschok. Die britische Premierministerin Theresa May machte Russland für den Angriff verantwortlich, es folgte eine schwere diplomatische Krise.Einige Kritiker aber wandten ein: Würde der russische Geheimdienst wirklich so dreist und öffentlich vorgehen wie im Fall Skripal? In der HuffPost erklärte Russland-Experte Boris Reitschuster: Ja, würde er. Denn: “Mordanschläge auf Kritiker und Überläufer liegen völlig in der Logik dieses Systems.”Einige Tage später schilderte der britische Botschafter Sebastian Wood in der HuffPost seine Sicht auf den Anschlag: “Was am 4. März in Salisbury passiert ist, war ein dreister Versuch, Zivilpersonen auf britischem Boden zu ermorden.”Das große innenpolitische Thema des Monats aber war: Nach einer langen Zitterpartie, einem Votum der SPD-Mitglieder eingeschlossen, stand endlich die Neuauflage der großen Koalition. Angela Merkel wurde am 14. März als Kanzlerin wiedergewählt. In der HuffPost waren zudem die vielen kleinen Geschichten zu lesen, die an diesem Tag im Bundestag passierten. Zusammengetragen damals von unserem Parlamentskorrespondenten Lennart Pfahler. Würde die neue GroKo mehr leisten können als die alte? Die Regierung jedenfalls startete, ohne sich ein 100-Tages-Ziel zu stecken. Und sie begann auch damit, wichtige Entscheidungen zunächst zu vertagen: Das Kabinett Merkel IV bot aber auch neue Gesichter auf, wie die ehemalige Neuköllner Bürgermeisterin Franziska Giffey. Ein “Glücksgriffey” für die SPD, wie Parlamentskorrespondent Jürgen Klöckner in einem Kommentar argumentierte: Die GroKo-Minister verloren sich aber erstmal in alten Debatten: Da war die Aussage von Innenminister Horst Seehofer, der Islam gehöre nicht zu Deutschland.Eine Muslima antwortete ihm in der HuffPost in einem offenen Brief: Oder da war die von Jens Spahn losgetretene Debatte, ob Menschen mit Hartz IV wirklich arm seien. HuffPost-Kolumnist Sebastian Christ schrieb über die Strategie, mit der Spahn zu Beginn des Jahres Aufreger wie am Fließband fabrizierte: “Den Shitstorm auf sich zu ziehen, ist zu einem Mittel der politischen Kommunikation geworden.”April 2018: Trumps Syrien-Angriff und der Korea-GipfelAm 4. April 2017 starben bei einem Giftgas-Angriff durch Soldaten des syrischen Machthabers Baschar al-Assad 86 Menschen. US-Präsident Donald Trump deutete bald einen militärischen Vergeltungsanschlag an. Und die Welt spekulierte: Würde es amerikanische Bomben hageln – oder nicht?Bereits im Februar hatte der syrische Filmemacher Humam Husari der HuffPost aus dem belagerten Ghouta am Telefon berichtet, wie die Menschen den Giftgas-Krieg Assads erlebten – während im Hintergrund zu hören war, wie in der Ferne ein Artillerie-Geschoss einschlug. Am Morgen des 14. April dann wusste die Welt: Die USA hatten tatsächlich drei Stützpunkte Syrien angegriffen. US-Präsident Trump veranlasste das Bombardement ohne Einwilligung der US-Kongresses. Die Luftangriffe auf Syrien seien eine Gefahr für die Demokratie, so kommentierte HuffPost-Redakteur Josh Groeneveld die Ereignisse. Aber im April folgten auch positive Nachrichten. Bei einem historischen Gipfel beendeten Süd- und Nordkorea formell den seit Jahrzehnten geltenden Kriegszustand zwischen beiden Ländern. Auf der koreanischen Halbinsel gibt es seitdem Hoffnung auf eine Annäherung und auf die nukleare Abrüstung des mörderischen Kim-Regimes. Mai 2018: Trumps Iran-Entscheidung, Özil, Populisten in Rom und der Bamf-SkandalDer Mai hielt eine weitere richtungsweisende Entscheidung von Trump parat: Der US-Präsident kündigte das Atomabkommen mit dem Iran auf. Die HuffPost erklärte die Argumente, die für und gegen diese Entscheidung sprachen: Junge Iraner berichteten in der HuffPost zudem, welche Hoffnungen und welche Sorgen sie mit diesem Schritt von Trump verbanden. Die einen jubelten, die anderen fürchteten einen Angriff der USA: Der Aufreger wenige Tage später in Deutschland: Die DFB-Stars Mesut Özil und Ilkay Gündogan hatten sich mit dem türkischen Präsidenten in London getroffen und dem zunehmend autokratisch regierenden Recep Tayyip Erdogan Trikots überreicht. In Italien nahm unterdessen die Populisten-Regierung von Lega und Fünf Sterne Gestalt an. Unsere italienischen Kollegen lag exklusiv ein erster Entwurf eines Koalitionsvertrags vor, der europaweit Schlagzeilen machte.Für Aufregung sorgte, dass in dem Dokument von einem massiven Schuldenerlass durch die Europäische Zentralbank als auch von einem möglichen Ausstieg Italiens aus dem Euro die Rede war. Beide Forderungen schafften es nicht in den endgültigen Vertrag. Neun junge Italiener erklärten in der HuffPost schließlich, was sie von dieser neuen, ungewöhnlichen Regierung hielten.Das große Thema unterdessen in Deutschland: der vermeintliche Skandal in der Bremer Bamf-Behörde. 1.200 Asylbescheide waren angeblich falsch ausgestellt worden, von Bestechung und Betrug war die Rede. “Es steht ein Verdacht im Raum: Nämlich der, dass wichtige Entscheidungen in diesem Staat ein Preisschild haben”, kommentierte HuffPost-Autor Sebastian Christ. Erst Wochen später würde sich herausstellen: Der “Skandal” war sehr viel kleiner, als zunächst angenommen. Juni 2018: G7, Trump-Kim-Gipfel, Asylstreit, Russland-WM, Türkei-WahlJetzt bitte anschnallen. Denn der Juni war ein irrer Nachrichtenmonat.Als der G7-Gipfel schon vorbei ist, machte US-Präsident Trump seine Zustimmung zur Abschlussbestimmung per Tweet rückgängig. Ein historischer Affront: Einige Tage später folgte der nächste große Auftritt von Trump: In Singapur traf er Nordkoreas Diktatur Kim Jong-un – und rang ihm einige vage Zusagen ab. “Win for Kim”, titelte die HuffPost. Tags zuvor hatte Wan Heo, Redakteur bei der südkoreanischen Ausgabe der HuffPost, erklärt, warum sich Kim mit dem US-Präsidenten treffen wollte. Eine zentrale Rolle spielten dabei die “Jangmadang”, die traditionellen Märkte Nordkoreas, und die vom Kim-Regime gewollte wirtschaftliche Öffnung.In Deutschland eskalierte unterdessen der Streit zwischen Innenminister Seehofer und Bundeskanzlerin Merkel um Zurückweisungen an der Grenze. Wir sprachen mit Experten…… spielten verschiedene Szenarien in einer undurchsichtigen Situation durch…… und fassten die Geschehnisse von hektischen Tagen in Protokollen zusammen. Während Deutschland stritt, ertranken im Mittelmeer weiter Migranten. Seenotretter fanden keine Häfen zum Anlaufen, weil Italien sich abschottete. In der HuffPost kamen die Flüchtlingshelfer zu Wort: Der Streit in der Regierung ging weiter, doch zum Weltflüchtlingstag nahmen wir uns einen Tag Pause und berichteten nicht über den Asyl-Streit, sondern über 69 Menschen, die als Flüchtlinge oder Einwanderer in die Bundesrepublik kamen. “Zuwanderung gab es immer. Sie ist keine Ausnahme, sondern Normalität”, schrieben wir in unserem Aufmacher. Unterdessen hatte in Russland die Fußball-Weltmeisterschaft begonnen. HuffPost-Reporter Jürgen Klöckner verfolgte das Eröffnungsspiel am Fernseher – zusammen mit Anatolii und Julia in Sibirien. Als Deutschland schon in der Vorrunde ausschied, saß HuffPost-Reporter Josh Groeneveld im bayerischen Mühldorf am Inn neben einem AfD-Politiker. Und hörte dessen rassistische Attacken gegen Mesut Özil. Am Ende des Monats wählten dann die Menschen in der Türkei ein neues Parlament. Ein junger Politikwissenschaftler erklärte HuffPost-Reporter Lennart Pfahler in Istanbul, was die Deutschen dringend über die Politik in seinem Land verstehen müssten: In Europa tobte auch weiterhin ein Streit um die Grenzen. In der HuffPost sagten 28 junge Europäer: “Liebe Staats- und Regierungschefs, halten Sie Europa offen, frei und vor allem ohne Mauern und Zäune!”Juli 2018: Immer noch Asylstreit und eine Debatte über RassismusIm Juli ging es weiter mit einem streitlustigen Seehofer… … mit einem noch streitlustigeren Seehofer…… und, nach einer Einigung im Asyl-Streit, mit einem frustrierten Seehofer. CDU und CSU einigten sich auf sogenannte Transitzentren an der Grenze. In der HuffPost berichtete der Iraner Behrouz Boochani von seinem Leben in einem australischen Flüchtlingslager auf der Insel Manus. Wir selbst besuchten ein Flüchtlingslager in Bamberg, das als eine Art Labor der CSU für die verschärfte Asylpolitik der Partei diente: Union und SPD legten schließlich den Asylstreit bei, die Transitzentren wurden gestrichen. Aber auf Deutschland wartete die nächste hitzig geführte Debatte: Mesut Özil trat als Nationalspieler zurück und nannte rassistische Anfeindungen als einen der Gründe für seine Entscheidung. ″Über das Islam-Problem in den Köpfen der Deutschen müssen wir reden”, kommentierte Sebastian Christ für die HuffPost.Zehn Deutschtürken berichteten in der HuffPost, dass sie Özils Gedanken und Gefühle nachempfinden könnten. Mit dem Hashtag #MeTwo löste schließlich Ali Can in den sozialen Medien eine gigantische Debatte über Alltagsrassismus aus. In der HuffPost erklärte er seine Beweggründe: AnzeigeAugust 2018: Aufstehen, Pegizei und ChemnitzIm August, nach Wochen voller Spekulationen, warb Sahra Wagenknecht für ihre linke Sammlungsbewegung “Aufstehen”. Eine solche Bewegung gebe es längst in Deutschland, kommentierte Parlamentskorrespondent Jürgen Klöckner – und nahm das Umfragehoch der Grünen vorweg: Ende August starb ein Mann in Chemnitz nach einem Streit, zwei Asylbewerber wurden als Tatverdächtige verhaftet. Danach versank die Stadt in Chaos, rechte Demonstranten bedrohten Passanten, die ausländisch aussehen. Am Tag darauf waren wir vor Ort, als eine Demonstration von Rechtsradikalen außer Kontrolle zu drohen geriet: Zusammen mit unseren Kollegen von FOCUS Online ließen wir 20 Chemnitzer zu Wort kommen, die sich gegen rechte Hetze und Gewalt wandten:  September 2018: Chemnitz, Maaßen, BrinkhausDas erste Wochenende im September begann mit einem Charity-Konzert gegen Rechts. “Denkt an Sachsen, wenn die Bühne nicht mehr steht”, appellierte Dennis Heldt an die deutsche Politik. Während die Bands auf der Bühne im Chemnitzer Stadtzentrum noch spielten, besuchte HuffPost-Reporter Josh Groeneveld eine AfD-Veranstaltung. Und erlebte, wie sich eine Frau allein gegen den Hass der Rechten stellte: Der damalige Verfassungsschutz-Chef Hans-Georg Maaßen bezweifelte schließlich, dass es in Chemnitz zu “Hetzjagden” auf Migranten gekommen sei. Beweise blieb er zunächst schuldigt. “Hans-Georg Maaßen wird zu Deutschlands oberstem Verschwörungstheoretiker”, kommentierte die HuffPost. Der Fall wuchs sich umgehend zu einer Regierungskrise aus. Die Kanzlerin forderte Maaßens Abgang, die SPD ebenfalls, Seehofer aber hielt an ihm fest. Nachdem SPD-Chefin Nahles zunächst einer Absetzung und gleichzeitigen Beförderung Maaßens zugestimmt hatte, bekam sie den Zorn ihrer Parteimitglieder zu spüren – und vollzog eine Wende. Maaßen wurde in den einstweiligen Ruhestand versetzt. Das zweite große Thema im September: der Protest im Hambacher Forst. In der HuffPost berichtete ein Aktivist, mit welcher Vehemenz die Polizei gegen die Demonstranten vorgehe.Wenige Tage später kam es zu einem Unglück: Ein Journalist stürzte bei einem Großeinsatz aus den Bäumen fünfzehn Meter in die Tiefe und starb. Ende September spielte sich ein waschechter Polit-Krimi ab: Merkel verlor einen ihrer wichtigsten Verbündeten, Volker Kauder, bis dahin Unionsfraktionschef. Der Neue: Ralph Brinkhaus. Unsere Korrespondenten Lennart Pfahler und Jürgen Klöckner lieferten ein Protokoll eines ungewöhnlichen Tages: Oktober 2018: Bayern-Wahl, Hessen-Wahl, Merkel-Dämmerung, KhashoggiIm Oktober standen zwei Landtagswahlen an. In Bayern musste die CSU nicht nur das einstige Ziel der absoluten Mehrheit aufgeben, sondern gar eine komplette Blamage befürchten. Wir erklärten den Absturz der Konservativen mit einer Reportage aus einem kleinen Dorf in Niederbayern: Am Tag nach der Wahl besuchten wir einen Grünen-Kandidaten am Chiemsee, wo die CSU einbrach und die Grünen jubelten:  Nach der Hessen-Wahl – und einem weiteren dramatischen Einbruch von Union und SPD – prophezeiten wir das Ende der GroKo. Und sollten schon von den Entwicklungen am nächsten Tag überrascht werden…… denn Angela Merkel verkündete ihren Rückzug von der Parteispitze. Wir stellten die aussichtsreichsten Kandidaten für ihre Nachfolge vor: Das große außenpolitische Thema war der Mord an dem saudischen Journalisten Dschamal Khashoggi. Die diplomatischen Spannungen zwischen der Türkei und Saudi-Arabien hatten das Potenzial, das Machtgefüge im Nahen Osten gehörig umzuwälzen, wie wir erklärten: November: Midterms, Migrationspakt, Ukraine-KonfliktDie USA wählten einen neuen Kongress. Es war der erste Stimmungstest für US-Präsident Trump seit Amtsbeginn. Wir berichteten aus einem kleinen Vorort im US-Bundesstaat Virginia, wo vor allem unter Frauen die Wut über Trump groß war: Und wir führten ein Interview mit Deb Haaland, die zusammen mit einer Demokraten-Kollegin als erste Ureinwohnerin in den Kongress einzog:  Deutschland diskutierte unterdessen über den UN-Migrationspakt, dabei war das Dokument monatelang größtenteils ignoriert worden. Doch eine Kampagne von Rechtsextremen kanalisierte zunächst die Ablehnung gegen den Pakt – und machte ihn zum Gesprächsthema in ganz Europa, wie HuffPost-Redakteur Marco Fieber damals rekonstruierte. Ende des Monats schaute Europa besorgt auf den Osten Europas: In der Meerenge zwischen der Schwarzmeerhalbinsel Krim und dem russischen Festland blockierte die russische Küstenwache den Weg von ukrainischen Schiffen, drei ukrainische Schiffe wurden beschossen. In der HuffPost erklärten fünf junge Ukrainer, wie sie die Eskalation vor der Krim erlebten: Dezember: Gelbwesten und CDU-ParteitagBereits seit Ende Oktober gingen Franzosen in gelben Westen auf die Straße, blockierten Kreisverkehre und riefen ihre Parolen. Der Protest hatte sich an der Umweltpolitik der Macron-Regierung entzündet, richtete sich aber auch gegen die hohen Lebenshaltungskosten und die liberale Politik der französischen Regierung. In der französischen Ausgabe der HuffPost erklärte einen Grünen-Politikerin, von welchen Sorgen ihr Teilnehmer einer Gelbwesten-Demo berichtet hatten: Anfang Dezember wählte die CDU in Hamburg Annegret Kramp-Karrenbauer zur neuen Vorsitzenden. Für uns die Chance, mal schlechte und mal bessere Wortspiele zu machen. Hier eine Auswahl einiger Aufmacher von unserer Berichterstattung vor Ort: Kurz vor Weihnachten führte der Streit in den USA um Trumps gewünschte Grenzmauer zu Mexiko zu einem teilweisen Regierungsstillstand. HuffPost-Redakteur Josh Groeneveld erklärte den US-Präsidenten zum “Grinch”: Januar 2019: Daten-Klau im Bundestag und BrexitDas neue Jahr begann mit einem massiven Daten-Diebstahl bei Bundestagsabgeordneten.Seit Ende November beschäftigte der Brexit Woche um Woche Europa. Damals hatten sich Großbritannien und die EU auf den Austrittsvertrag geeinigt, Premierministerin Theresa May aber scheiterte daran, im Unterhaus eine Mehrheit für den Deal zu organisieren. Bereits im Dezember berichteten wir über Steve Bray, den wohl bekanntesten Anti-Brexit-Demonstranten Großbritanniens. Wir erklärten vor der ersten Abstimmung von Mays Deal, die scheitern sollte, die Einzelheiten: Februar 2019: Brexit, Brexit, Brexit und der Kaschmir-KonfliktIm Februar ging es weiter mit dem Brexit – und unseren Erklärstücken, um im britischen Chaos den Überblick zu behalten: Unsere britischen Kollegen berichteten zudem aus zahlreichen Hintergrundgesprächen: Im Umfeld von Theresa May kursiere die Angst, dass die Premierministerin auch den Austritt ohne Abkommen samt seiner verheerenden Folgen nicht mehr scheue: Ende des Monats eskalierte der seit langem schwelende Kaschmir-Konflikt. Nach dem schwersten Anschlag auf indische Sicherheitskräfte in der Region seit Jahren griff Indien ein angebliches Terror-Camp der mutmaßlichen Drahtzieher nahe der pakistanischen Stadt Balakot an. Pakistan schoss daraufhin zwei indische Kampfflugzeuge ab.Die indische Schriftstellerin Arundhati Roy erklärte in der HuffPost, warum der Streit zwischen Indien und Pakistan um die Provinz Kaschmir zu den gefährlichsten Konflikten der Welt gehört: März 2019: Witze über Minderheiten, Europa, Brexitshambles, Christchurch und Klimastreiks Der März begann mit der Empörung über Annegret Kramp-Karrenbauer, die im Karneval über Intersexuelle gespottet hatte. Frankreichs Präsident schrieb einen offenen Brief an alle Europäer – und erhielt zunächst ausweichende Antworten: Noch immer beschäftigte der Brexit Europa. Wir riefen einen Labour-Abgeordneten an und befragten ihn zu seinem Kompromiss-Vorschlag, der das Unterhaus aus der Brexit-Sackgasse befreien soll: Mitte März betrat ein Mann im neuseeländischen Christchurch eine Moschee und begann, auf die Betenden zu schießen. Später griff er noch eine weitere Moschee an, 50 Menschen starben. Internetnutzer aus aller Welt konnten dem Täter zusehen – er streamte die Attacke live über Facebook.Wir beschäftigten uns daher mit der Rolle, die soziale Medien bei terroristischen Anschlägen spielen: Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern bekam viel Lob für ihren einfühlsamen Politikstil nach dem Anschlag. HuffPost-Redakteurin Uschi Jonas schrieb: “Neuseelands Premierministerin ist der Beweis, dass die Welt mehr Frauen an der Macht braucht!”Der letzte Eintrag in dieser nun wirklich langen Liste an Aufmachern soll jenen Menschen gehören, die unsere Zukunft sind. Zehntausende Kinder und Jugendliche gehen derzeit jeden Freitag auf die Straße, um für den Klimaschutz zu demonstrieren. Dafür müssen sie sich von Politikern teils abfällige Kommentare anhören. Wir fragte einige junge Demonstranten, was sie über die Kritik der Erwachsenen denken:  http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2181675-der-huffpost-blick-auf-die-wichtigsten-nachrichten-der-verga Fri, 29 2019 11:14:48 GMT http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2181675-der-huffpost-blick-auf-die-wichtigsten-nachrichten-der-verga Wegen Corona legen Neuzulassungen von Wohnmobilen stark zu Corona hat positive Auswirkungen auf die Wohn- und Reisemobilbranche - laut Kraftfahrt-Bundesamt haben die Neuzulassungen bei Wohnmobilen im Juni im Vergleich zum Vorjahresmonat um rund 65 Prozent zugelegt. Beim Hersteller Hymer aus Bad Waldsee in Oberschwaben erwartet man, dass die Auswirkungen der http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2180606-wegen-corona-legen-neuzulassungen-von-wohnmobilen-stark-zu Tue, 14 2020 09:52:55 GMT http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2180606-wegen-corona-legen-neuzulassungen-von-wohnmobilen-stark-zu The Bad Batch: Neue Star-Wars-Serie für Disney Plus Disney kündigt "Star Wars – The Bad Batch" für seinen Streaming-Dienst Disney Plus an. Worum geht es in der Serie – und wann kommt sie? http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2180487-bad-batch-neue-star-wars-serie-fur-disney-plus Tue, 14 2020 07:49:00 GMT http://bad-sackingen.aufdemnetz.de/news/2180487-bad-batch-neue-star-wars-serie-fur-disney-plus